Unerfüllte Berufswünsche?

2008: Da stand ich also vor dem letzten Jahr am Gymnasium und wusste noch nicht so recht, was ich denn nach der Matura machen sollte. Ideen hatte ich zwar, aber keine Vorstellung davon, was denn wirklich zu mir passte. Damals schrieb ich eine Liste mit Berufen, die für mich interessant klangen. Ich suchte mir eine Beschreibung der genauen Tätigkeiten aus dem Internet, recherchierte, welche Ausbildung man dafür benötigt und wo diese absolviert werden kann. Nach vielen, vielen Stunden entschied ich mich für ein Wirtschaftsstudium in meiner Heimatstadt ohne einschätzen zu können, ob das tatsächlich die richtige Entscheidung war.

2017: Im vergangenen Frühjahr, also fast ein Jahrzehnt später (omg ich werde alt ;)), entrümpelte ich den Schrank, in dem ich offensichtlich solche Zettel mit den ganzen Überlegungen von damals aufhob. Aufmerksam überflog ich die Berufsbilder, die ich mir damals für mich vorstellen konnte. Und siehe da: Da stand doch wirklich „Journalist“ mit dem Studium „Publizistik“. Daran hatte ich mich nicht mehr erinnert! In die engste Auswahl meiner damaligen Überlegungen waren nämlich nur „Lehramt für Mathematik, Psychologie oder Geographie“ und besagtes Wirtschaftsstudium gekommen.

Genial an dieser Erkenntnis war, dass ich, als ich diesen Zettel vor einem halben Jahr fand, kurz davor war, die Journalistenakademie zu beginnen. Ich arbeitete zu diesem Zeitpunkt gerade in einer Marketingabteilung mit Schwerpunkt Presse und schrieb viele (PR-)Texte. Ich wollte meine Fähigkeiten auf diesem Gebiet weiterentwickeln, weil es mir sehr Spaß machte.

Ich starrte einige Minuten auf den Zettel und musste grinsen, wie sich dann letztlich doch immer alles fügt. Es war zwar nicht das Publizistikstudium geworden und es ist derzeit auch nicht der Job als Journalist, mit dem ich mein Geld verdiene, aber diese Liebe zum Schreiben, die mich schon seit der Schule begleitet, hat sich irgendwie doch durchgesetzt und das eigentlich eher zufällig. Im Studium muss man immer wieder viele Seminararbeiten, Reflexionen etc schreiben, dann konnte ich meine Freude daran im Beruf ausüben und jetzt wo ich nicht mehr in diesem Bereich tätig bin, muss der Blog herhalten, um meine Liebe zu Wörtern und Geschichten auszuleben 😉

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