Unvorbereitet in den Urlaub?!

Ich war noch nie so unvorbereitet auf einen Urlaub!“, sagte Tomi zwei Tage vor der Abreise zum vierten Mal mit zunehmender Nervosität. Ich konnte ihm das gut nachempfinden und stimmte in die Klage ein: „Die Arbeit hat uns bis zuletzt gefordert, ich hatte ebenfalls kaum Zeit, Vorbereitungen zu treffen.“

Angesichts dessen, dass genau eine Woche in Österreich geplant war und wir mit dem eigenen PKW gemütlich hinfuhren, stresste es uns doch nicht so sehr. Was sollten wir schon groß vorbereiten?

Tomi meinte dann fast stolz: „Wir Planungsfanatiker werden es einfach auf uns zukommen lassen und in den Tag hineinleben. Ich freue mich schon sehr darauf!“

Beide Aussagen machten mich zunächst stutzig: Ersten lassen wir, auch wenn wir es uns vornehmen, selten etwas auf uns zukommen. Und dass sich der Workaholic Tomi auf einen Urlaub freut, hat auch Seltenheitswert.

Einen Tag vor der Abfahrt hatte ich mir frei genommen, um endlich zu packen. Als ich überlegte, was noch alles zu tun war, wurde mir bewusst, wie viel eigentlich schon geschehen war:

  • Das Hotel war fix gebucht (vom Hörensagen weiß ich, dass manche sich in ihrem Urlaub vor Ort spontan Übernachtungsmöglichkeiten suchen – undenkbar für uns! ;))
  • Das Auto hatten wir bereits gewaschen, gesaugt und getankt. Die Lebensmittel für die Fahrt und die ersten Urlaubstage waren eingekauft.
  • Und mein absolutes Highlights bzgl. Vorbereitung: Tomi hatte zwei Wochen vor der Abfahrt beim Hotel angefragt, ob er gleich den ganzen Betrag überweisen kann, damit wir uns während dem Urlaub nicht um die Hotelkosten kümmern müssen. Auch das war also schon erledigt.

Einzig das Reservieren der hoteleigenen Fahrräder war nicht möglich, wir müssen spontan schauen, ob welche verfügbar sind.

Mit einem breiten Grinsen stellte ich fest, dass es kaum was gab, das noch nicht geplant war. Hinsichtlich der Ausflugsziele war es nicht viel anders: wir hatten mehrere Ausflüge recherchiert und sogar einen beispielhaften Plan erstellt, an welchem Tag wir welchen davon unternehmen. (Wobei ich zugeben muss, dass wir uns schon offen halten, je nach Wetter SPONTAN die Ausflüge zu tauschen oder sogar einen zu streichen bzw. durch einen anderen zu ersetzen.

Auch das Kofferpacken war so eine Sache: „Sarah, soll ich SICHERHEITSHALBER noch ein T-Shirt mitnehmen?“ Meine Antwort war klarerweise JA. Als vorsichtiger Mensch hab ich auch selbst immer zu viel Kleidung mit. Diesmal war nicht mal die Vorgabe, dass alles in einen Koffer musste und dieser ein bestimmtes Maximalgewicht nicht überschreiten durfte – schon praktisch wenn man nicht fliegt. Das Resultat ist allerdings ein Koffer, den ich alleine fast nicht in den Kofferraum hieven konnte plus eine Sporttasche, in der alles Platz fand, was ich nicht mehr in den Koffer reinbrachte.

Zumindest weiß ich nun, dass ich fix für jedes Wetter, seien es 10 oder 30 Grad, seien es 7 Tage Sonnenschein oder 7 Tage Regen, alles notwendige eingepackt habe und vielleicht sogar ein bisschen mehr. Der guten Vorbereitung sei Dank, dass ich entspannt verreisen kann 😉

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