Womit wir Momente einfangen

Sony DSC RX-100 M3

Ein Kernelement unseres Blogs ist, dass wir versuchen nahezu alle Beitragsbilder selbst zu schießen, da wir zu eben diesen unsere Gedanken mit euch teilen. Vor dem Start unseres Projektes haben wir uns die Frage gestellt, welchen Fotoapparat wir uns zulegen sollten.

Welche Kamera ist die beste?

Auf die Frage, welche Kamera die beste sei, antworte ich meist mit „die Kamera, welche ich dabei habe“. Zugegeben, diese Aussage hat man schon zig-fach gehört, jedoch hat diese einen hohen Wahrheitsgehalt. Eines meiner Lieblingsfotos habe ich nicht mit einem Fotoapparat aufgenommen, sondern mit meinem Smartphone. Mit dieser habe ich ein Ereignis, ein Erlebnis oder eine bestimmte Aussicht auf Bild gebracht.

Bei schlechten Lichtverhältnissen, bei widrigen Bedingungen oder bei großen Entfernungen stößt jedoch das Smartphone an seine Grenzen. Da meine Leidenschaft zur Fotografie immer größer wurde und ich hochwertigere und individuellere Fotos aufnehmen wollte, musste ein guter Fotoapparat her. Die Entscheidung fiel mir – wie auch vielen anderen – nicht leicht, da es eine große Auswahl gibt. Zunächst stand die Frage im Raum, ob es eine Kompaktkamera, eine
Systemkamera oder eine Spiegelreflexkamera werden sollte. Aufgrund des oben beschriebenen Gedankens habe ich mich letztlich für eine Kompaktkamera entschieden. Denn ich wollte die Möglichkeit haben, die Kamera immer dabei zu haben. Selbstverständlich kann eine solche Kamera bauartbedingt nicht mit einer System- oder Spiegelreflexkamera mithalten, aber für meine Bedürfnisse ist sie akzeptabel, auch wenn ich Abstriche beim Freistellen, beim Dauerbelichten oder bei offenblendigen Aufnahmen machen muss.

„Edelkompakte“

Im Jahr 2012 hat Sony mit der RX100 eine neue Kamerakategorie begründet, nämlich die der „Edel-Kompakten“. Kameras aus dieser Kategorie beinhalten die Technik der „großen“ Kameras, haben jedoch bauartbedingt keine großen und starken Linsen bzw. Objektive. Natürlich sind Hersteller wie beispielsweise Canon (G7x – Reihe) und Panasonic (Lumix LX15) nachgezogen. Somit gibt es auch in dieser Nische genügend Alternativen. Sony hat mittlerweile schon die RX-100 M5 auf den Markt gebracht, eine Besonderheit ist hierbei, dass alle Generationen noch erhältlich sind.

Da die RX-100 M4 meiner Meinung nach (im Vergleich zum Vorgänger) kein großer Wurf von Sony war und mir die zusätzlichen Features der RX-100 M5 keine 50% Aufpreis wert waren, habe ich mich für die RX-100 M3 entschieden. Natürlich handelt es sich bei den einzelnen Generationen nicht nur um ein „Facelift“ (wie es beispielsweise bei den Autoherstellern genannt wird). Jedoch geht die Entwicklung dieser Baureihe meiner Meinung nach in die falsche Richtung, doch dazu später mehr.

Kein Review, sondern Eindrücke

Dies wird kein Review oder ähnliches da es schon genug andere sehr gute Reviews zur RX-100
M3 gibt. Ich empfehle hier das Review von „DPREVIEW“ in welchem ich mich auch selbst informiert habe, dieses findet ihr unter folgendem Link. (https://www.dpreview.com/reviews/sony-3 blickt mit ihrem 20MP-CMOS-Sensor durch ein Vario-Sonnar T* Optik von Zeiss (1,8-2,8/8,8-25,7) in die Welt hinaus. Das cybershot-dsc-rx100-m3) Die Jackentaschentaugliche „Immer-dabei-Kamera“ Sony RX-100 MBesondere an dieser Kamera ist, dass sie eigentlich eine Sony A7 (Systemkamera) in klein ist. Sie bietet also viele Möglichkeiten der „großen“ Kameras an, ist aber dennoch kompakt – natürlich mit Abstrichen bei der Linse („nur“ 1“ groß) und beim Objektiv. Ein wichtiges Kriterium für mich ist der sehr gute manuelle Modus dieser Kamera. Ich bin sehr begeistert von den Automatik-Modi von Sony, ich benutze diese auch sehr viel, aber wenn ich möchte kann ich alles manuell einstellen. In Verbindung mit der Möglichkeit Fotos im RAW-Format aufzunehmen, macht es die RX-100 zu der Großen unter den kleinen. Anzuführen ist sind auch die Möglichkeit Aufnahmen im High Dynamic Range (HDR) und Auto Exposure Bracketing (AEB zu machen)

Fazit

Die RX-100 Reihe ist jedoch nicht perfekt bzw. entwickelt sich – meiner Meinung nach (das seh ich kritisch, weil wir hier eh immer unsere Meinung schreiben. Bei Journalistenakademie wurde mir gerade das  nicht extra zu erwähnen – ich mach es aber leider auch..)– in die falsche Richtung. Es wird zu viel Technik in diese Kamera gebaut. Die M5 hat beispielsweise einen Phasenvergleichsfokus, dieser ist natürlich toll, jedoch macht er bei diesem Objektiv wenig Sinn, da man selten Situationen hat, in welcher ein solcher Autofokus benötigt wird. Hierfür ist die Brennweite des Objektivs zu schwach. Wichtiger wäre mir hier eher ein neues Objektiv, denn in fünf Generationen RX-100 wurden nahezu keine Verbesserungen am Objektiv durchgeführt. Auch das Fehlen eines Touchscreens ist, genauso wie das Fehlen eines GPS-Sensors bei diesem Preis nicht vertretbar.

Bleibt nur noch die Frage nach dem Warum für eine kompakte „Edelkamera“, wenn diese nicht so gut sind, wie die „großen“ Kameras und die Kameras bei Smartphones immer besser werden. Der Grund dafür, dass trotzdem offensichtlich reichlich Platz für eine zwar vernetzbare, aber nicht telefonierende Kamera bleibt, liegt auf der Hand: Fotografieren ist eben doch etwas anderes als bloß sein Smartphone hoch halten.

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